Wie können selbstgemachte Videos bearbeitet werden?
Mit einer digitalen Videokamera ist das Aufnehmen der unterschiedlichsten Szenen auch für den Laien überhaupt kein Problem. Aus dem Rohmaterial kann man dann mit der passenden Software einen Videofilm erstellen.
Selbst gedrehte Videos sind eine schöne Erinnerung. Allerdings ist das Rohmaterial meist nicht dazu geeignet, ohne weitere Bearbeitung vorgeführt zu werden. Es wird also eine Videoschnittsoftware benötigt, um aus den einzelnen Videoclips einen wirklich vorzeigbaren Videofilm zu erstellen. Neben den Kaufversionen kann der Hobbyfilmer im Internet auch eine ganze Reihe von kostenlosen Downloads für das Bearbeiten von Videos, die er selbst gemacht hat, finden.
Das gesamte Rohmaterial muss dabei zunächst von der Kamera auf den Computer übertragen werden. Dann entscheidet man, welche Szenen unbedingt im Film enthalten sein sollten, welche als schmückendes Beiwerk erhalten werden können und welche Aufnahmen grundsätzlich entfernt werden müssen. Beim Beschneiden von selbst gedrehten Videos sollte allerdings nicht nur die Bild-, sondern auch die Tonabfolge Beachtung finden, um Wortbrüche zu vermeiden. Wo es sich nicht vermeiden lässt, aus einem laufenden Gespräch Szenen zu entfernen, kann unter Umständen später nachvertont werden oder man blendet einfach eine passende Hintergrundmusik ein. Hierzu stellen die meisten Schnittprogramme eine Auswahl an Musikdateien oder auch lustigen Hintergrundgeräuschen zur Verfügung. Es besteht aber meist auch die Möglichkeit, Hintergrundmusik vom eigenen Computer oder aus einer CD in den Film einzufügen. Die meisten Schnittprogramme verfügen über ein Tutorial, aus dem der Hobbyfilmer die entsprechenden Erklärungen zur Gestaltung seines selbst gedrehten Videos entnehmen kann.
Um die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen des selbst gedrehten Videofilms nicht zu abrupt zu gestalten, bieten die Schneideprogramme eine Reihe von vorgefertigten Ein- oder Überblendfunktionen an, die man effektvoll in den Film einarbeiten kann. Dabei sind der Fantasie des Hobbyfilmers kaum Grenzen gesetzt. Grafische Muster, das Auflösen des aktuellen Bildes in seine einzelnen Pixel oder auch bestimmte, saisonale Effekte wie Ostereier oder Tannenbäume als Bildübergang schaffen den Eindruck einer äußerst professionellen Gestaltung des Videos. Mithilfe eines integrierten Titelgenerators lassen sich Texte in die beliebigen Szenen einfügen. Dabei stehen auch Laufschriften in horizontaler oder vertikaler Ausführung zur Verfügung, um selbstgemachte Videos attraktiver zu gestalten. Hintergrundbilder, die man für fest stehende Titel verwenden kann, sind ebenfalls vorhanden. Wichtig ist, dass die Schriften lange genug eingeblendet bleiben, um gut lesbar zu sein. Um hier die richtigen Zeiten zu finden, sollte der Hobbyfilmer sich selbst den Text langsam und laut vorlesen. An diese Zeit hängt man einfach noch einmal ein oder zwei Sekunden an und schon kann man sicher sein, dass die Texte im fertigen Video gut lesbar erscheinen werden. Auch die Verwendung von Standbildern, Schnappschüssen oder eingescannten Dateien wie zum Beispiel Fotos oder Landkarten können das Video aufwerten. Ein selbst gedrehtes Video muss auf den ersten Blick also nicht als ein solches erkannt werden. Ein professioneller Vor- und Abspann sorgt dafür, dass das selbst gedrehte Video rundum gelungen präsentiert werden kann.