Freestyle Ski - die verschiedenen Disziplinen
Freestyle Skifahren ist seit 1994 eine olympische Disziplin und heute fester Bestandteil vieler weiterer Wintersportprogramme. Es ist trotzdem eine relative junge Sportart, die erst seit circa 50 Jahren ausgeübt wird.
Die Bezeichnung 'Freestyle Ski" selbst stammt aus dem Englischen und besagt, dass man bei dieser Disziplin einen 'freien Stil' hat, also an keine Stilregeln gebunden ist. Obwohl es verschiedene Disziplinen gibt, wie etwa Aerial oder Halfpipe, haben alle Unterkategorien des Freestyle Skifahrens - mit Ausnahme des Skicross - die Gemeinsamkeit, dass es meist nicht allein um Schnelligkeit oder Weite geht, sondern vor allem um verschiedene Tricks und Techniken, die von der Jury mit Punkten bewertet werden. Alle Disziplinen werden zudem auf speziellen Alpinskiern gefahren.
Bei den sogenannten Aerials müssen die Teilnehmer, ähnlich wie beim Skispringen, von einer Schanze fahren und absolvieren dann eine Anzahl an Tricks in der Luft. Dabei ist jedem Trick eine Punkteanzahl zugeschrieben und so sammelt der jeweilige Fahrer bei seinen Versuchen für sein Punktekonto. Wer hinfällt oder Sprünge unvollständig auf den Boden bringt, der bekommt einen Punkteabzug. Die Halfpipe funktioniert ähnlich, außer dass die Skifahrer ihre Sprünge und Techniken beim Durchfahren einer Halfpipe, also einer Anlage in Form eines halben Rohrs, zeigen. Auch hierbei bewerten Punkterichter Ausführung und Anspruch der Sprünge. Bei Buckelpistendisziplinen zählen außer der Schnelligkeit auch die Ausführung der vorgeschriebenen Sprünge sowie die Technik des Fahrers.
Beim Skicross dagegen müssen Teilnehmer eine Piste hinunterfahren, die mit Wellen, Sprüngen und kleinen Hügeln versehen ist und dabei drei bis fünf Mitkonkurrenten im selben Lauf ausschalten. Hier geht es also allein um die Geschwindigkeit. Diese sehr schnelle Disziplin wird bei Wettbewerben als K.-O.-System ausgetragen, bei dem der Sieger oder die zwei Erstplatzierten sich jeweils einen Startplatz in der nächsten Runde sichern.
Das Freestyle Skifahren, früher auch als Trickskifahren bekannt, ist vor allem unter Jugendlichen beliebt, weil es eine schnelle und ästhetische Sportart ist. Die ersten Freestyler kamen vermutlich aus Norwegen und ließen lediglich ein Paar Sprünge und Tricks in ihre Alpinfahrt einfließen, woraus sich später eine ganze Disziplin formte.