Eiweiss-Allergie: Verdauungsbeschwerden nach dem Essen
Wer öfter nach dem Essen unter Durchfall oder Übelkeit leidet, kann gegen Eiweiss allergisch sein. Dieses bezeichnet eine ganze Gruppe von Nährstoffen und kann in verschiedenen Lebensmitteln enthalten sein.
Typische allergische Reaktionen auf Eiweiss äußern sich zum Beispiel im Verdauungstrakt: Die Betroffenen leiden nach dem Genuss von Nahrungsmitteln mit Eiweiss unter Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall. Manchmal wird ihnen auch schlecht. Ärzte können mit unterschiedlichen Methoden feststellen, welcher Stoff der Auslöser ist. So lassen sich die Allergene etwa mit einer Diät ermitteln, während der die Betroffenen auf das vermutete Nahrungsmittel verzichten. Anschließend können sie im Rahmen eines Provokationstests das Eiweiss verstärkt zu sich nehmen und so erkennen, welches sie meiden müssen. Wenn eine Allergie gegen Eiweiss besteht, sind sie meist aber nicht gegen die gesamte Gruppe allergisch. So reagieren einige nur auf Hühnereiweiss und müssen auf Eier und Geflügelprodukte verzichten. Andere haben Schwierigkeiten mit Milcheiweiss, Getreideeiweiss (Gluten) oder Eiweiss in Fisch.
Ist der Auslöser erkannt, müssen die Betroffenen in der Regel ihre Ernährung umstellen. Hier lohnt es sich, Listen zu besorgen, welche die betroffenen Lebensmittel aufführen, da Eiweisse in sehr vielen Fertiggerichten und Zusatzmitteln enthalten sein können. So sind sie im Falle von Milcheiweiss etwa Bestandteil von Binde-, Treib-, Klär- und Lockerungsmitteln, Milchpulver und Emulgatoren, dagegen nicht von Milchzucker, Laktose und Milchsäure. Selbst Brote können mit Milch bestrichen sein. Proteine aus Eiern sind ebenfalls in vielen Speisen enthalten. Ähnlich verhält es sich mit Gluten, den pflanzlichen Proteinen. Leiden die Betroffenen nicht unter einer Eiweiss-Allergie, sondern lediglich einer Intoleranz, müssen sie sich in der Ernährung weniger stark einschränken.