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Wann und wo sollte man ein Auto schätzen lassen?

Vor allem nach einem Unfall oder beim Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen sind Schätzgutachten wichtige Anhaltspunkte für die Handelswerte. Doch wo sind verlässliche Gutachten zu bekommen?

Das Auto, sagt der Volksmund, sei hierzulande das liebste Kind. Ein eigenes Kraftfahrzeug ist nicht nur Fortbewegungs- und Produktionsmittel, es dient auch als Statussymbol. Viele Menschen wenden daher einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens für den Kauf und den Betrieb ihres Kraftfahrzeuges auf. Auch der Zeitwert des Autos, also der Geldbetrag, der bei einem sofortigen Verkauf erzielt werden könnte, ist daher eine wichtige Größe. Der Zeitwert nimmt nach dem Kauf eines Neuwagens stark ab; in welchem Maße ist von Marke zu Marke und sogar von Modellausführung zu Modellausführung unterschiedlich. Einen besonders starken Abfall des Fahrzeugwertes gibt es nach einem Unfall oder einem anderen schweren Schaden. Daher lohnt sich vor allem bei einer schuldlosen Unfallbeteiligung eine Wertschätzung, da die Minderung des Zeitwertes unter Umständen beim Unfallgegner geltend gemacht werden kann.

Auch vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens sollte man das Auto schätzen lassen. Dafür gibt es Tabellen und Rechner im Internet, die einen Richtwert geben können. Dieser wird anhand des Baujahres und einiger anderer Eckdaten ermittelt. Auch die technischen Prüforganisationen und die großen Automobilklubs bieten eine Schätzung von Gebrauchtwagen an. Eine verbindliche Schätzung ist allerdings mit einem Gutachten einhergehend, welches nur von einem Sachverständigen vorgelegt werden kann. Ein Gutachten zieht zwar Kosten nach sich, empfiehlt sich aber, sobald aufgrund einer Täuschung über den Fahrzeugzustand ein Rechtsstreit absehbar wird.